22. April: Schloss Schönbrunn

Heute hatten wir richtig etwas vor und ich bin froh, dass ich jetzt um 21 Uhr schon alle Fotos hochgeladen habe und nur noch den Text schreiben darf. Wenn ich mich jetzt kurz hinlegen würde, würde ich wohl auf der Stelle einschlafen.

Wir laufen die kurze Strecke zur U-Bahn Station Stephansplatz und nehmen die Bahn zum Quartier mit den Hundertwasser-Häusern.

Da wir ja anschliessend noch zum Schloss Schönbrunn fahren, lösen wir uns Tageskarten.

Von der U-Bahn Station ist es ca. eine Viertelstunde zu laufen und man sieht so das eine oder andere spezielle Objekt.

Schon bald erreichen wir das hippe Hundertwasser-Quartier. Nebst den Fassaden, hinter denen sich Wohnhäuser verbergen, gibt es die sogenannte Hundertwasser Vilage. Das ist ein kleines Künstler-und Souvenier-Einkaufszenter wo man alles Mögliche in bunten Farben kaufen kann. Seien es Kunstdrucke von Klint oder kleine Souveniers von Rosina Wachtmeister.

Nach einem gemütlichen Rundgang machen wir uns dann auf zum Schloss Schönbrunn. 

Wir nehmen das Tram und anschliessend wieder eine U-Bahn.

Hier kommt unser Tram. Die Chauffeure waren zum Glück zu zweit, sodass der eine aussteigen konnte um zu überprüfen, ob sie dem etwas doof parkierten Auto nicht gleich den Rückspiegel abfahren würden.

Die U-Bahn-Station Schloss Schönbrunn liegt noch etwas abseits des Haupteingangs und man läuft etwa eine viertelstunde entlang der Orangerie des Schlosses entlang.

Wir staunen nicht schlecht als wir sehen, dass hier noch ein grosser Oster- und Frühlingsmarkt mit vielen Marktständen am laufen ist.

Da wir doch recht früh da sind, gönnen wir uns Hot Dogs auf dem Markt und beobachten all die verschiedenen Menschen, die sich hier zusammenfinden.

Und guckt mal, was ich auf der grossen WC-Anlage beim Haupteingang entdeckt habe: genau, die Lavabos sind aus Laufen - cool nicht?

Im Kaffee Gerstner- Hofzuckerbäcker gönnen wir uns Kaffee, Apfelstrudel und Himbeerschnitten - voll lecker.

und dann ist es auch schon an der Zeit, uns beim Eingang wieder einzufinden und auf unsreren Guide zu warten. Wir haben riesiges Glück: ich habe eine Führung mit einer Kleingruppe gebucht, das heisst max. 8 Personen. Allerdings sind Claudia und ich die Einzigen für die Deutsche Führung, so haben wir nicht eine Kleingruppe, sondern eine VIP Führung.

Unser Fühhrer heisst Eduard, ist ein waschechter Wiener, hat Kunstgeschichte studiert (seiner Aussage nach, ist das Voraussetzung wenn man hier Fremdenführer sein will), ist ca. 80 Jahre alt und hat ein enormes Wissen, welches er an uns weitergibt.

Den Anfang macht er mit uns in den Gärten, die übrigens alle öffentlich zugänglich sind und keinen Eintritt kosten.

Die Anlage ist riesig und wunderschön angelegt. Man kann sich kaum sattsehen.

Und dann gehts ab ins Schloss. Gestartet wird in der Schlosskapelle, in der man auch heiraten kann. Ausserdem ist es möglich, dass man im obersten Stockwerk des Schlosses übernachten kann. Für 1000 Euro die Nacht. Für eine Hochzeitsnacht vielleicht genau das Richtige.

 Wir lernen mega viel und es ist einfach toll, so jemanden zu haben ,der mit soviel Herzblut erzählt und berichtet.

Hier ein ungewollter Schnappschuss von Eduard, eigentlich wollte ich nur das Gemälde fotografieren.

Hier ein Blick in Sissis Lesezimmer. Sie hatte im hinteren Teil eine Wendeltreppe um direkt in den Garten zu gelangen, anstatt durch halbe Schloss wandern zu müssen.

Und dies hier war Sissis spezielles Zimmer, welches nur dafür da war, ihre Haare zu Pflegen. Sie war sehr eigen damit und verbrachte Stunden damit.

Teilweise waren die Zimmer sehr überladen und auch düster. Kaum vorstellbar, dass man hier drin leben konnte. Oftmals waren die Kaiserpaare im Sommer alleine dort (also ohne ihre Kinder) und wurden von bis zu 1000 Mitarbeiter umsorgt.

Eigentlich sollte unsere Führung 2 Stunden dauern, aber Eduard hat uns über 2 1/2 Stunden alles gezeigt und erklärt.

Wir waren anschliessend fix und foxi, haben uns noch für eine Cola ins Kaffee gesetzt und anschliessend den Rückweg zur U-Bahn angetreten. Für den Heimweg mussten wir einfach noch für eine Station die U-Bahn wechseln und waren dann froh, unser Hotel erreicht zu haben.

Hier mal ein Bild der Fassade, wir haben unsere Zimmer im 5. Stock.

Eigentlich war der Plan, nach dem Nachtessen noch meine Torte anzuschneiden, aber ich hatte schon beim Nachtessen nicht wirklich apetitt und war dann einfach froh, mich schon frühzeitig an meinen Bericht zu setzten, damit ich ihn für einmal vor Mitternacht fertigstellen kann.

Morgen werden wir etwas länger liegenbleiben und nach dem Frühstück heisst es dann ja schon: Koffer packen, Zimmer abgeben und ab zum Bahnhof.

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