Nun war er also da, der Geburtstag von Claudia und gleichzeitig der letzte Tag unseres Kurztrips nach Wien.
Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück in unserem tollen und gemütlichen Hotel machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof.
Schon vor userer Abreise am Montag haben wir bemerkt, dass die Sitzplatzreservierung für die Rückreise etwas komisch ist, und die Plätze wohl nicht nebeneinander liegen.
Bei der Hinfahrt konnten wir uns dann davon überzeugen, dass wir zwar in derselben Reihe sitzen würden, allerdings jede am Fenster und dazwischen keine Sitze. Wir hätten uns also nur schreiend unterhalten können.
Da wir genügend früh am Bahnhof sind, gehen wir ins ÖBB Informationsbüro um zu versuchen, die Plätze umzubuchen.
Der nette junge Herr dort meint, wir sollen doch nach oben in die Lounge gehen um zu fragen, da wir ja 1. Klasse Tickets haben.
Das war ja sowas von cool. Oben angekommen erklären wir der Hostess unser Problem und sie fragt als erstes völlig konsterniert, woher wir denn wüssten, dass die Plätze nicht direkt nebeneinander liegen.
Nach ihrem Blick in ihren Komputer schaut sie uns noch verwirrter an und meint: sie haben recht, hihi. Ok, das wäre geklärt.
Der Zug ist fast vollständig ausgebucht, aber sie findet noch zwei Plätze nebeneinander und wir könnnen umbuchen.
Danach setzten wir uns in die Lounge, wo man sich kostenlos Kaffee, kalte Getränke und "Schleeli" nehmen kann.
Ich durfte ja im zweiten Jahr meiner Australienreisen einmal in der First Class Lounge von Emirates in Dubai eine Stunde verbringen, aber dass wir das hier im Zugsverkehr auch haben, war mir neu.
Ich glaube, die SBB und die Deutsche Bahn können sich da eine Scheibe abschneiden.
Wir machen es uns also bequem und so vergeht auch die letzte Stunde in Wien wie im Flug.
Danach heisst es schon bald Einsteigen bitte und wir nehmen unsere Plätze ein.
Auch hier auf der Rückfahrt ist die Reise sehr kurzweilig. Wir haben uns dieses Mal noch besser mit Sandwiches, Muffins und Getränken eingedeckt und bestellen uns einfach zwischendurch noch einen Kaffee im Boardrestaurant.
Hinter uns sitzen zwei Ostschweizer Geschäftsherren, die geschäftig am Arbeiten und telefonieren sind, vor uns zwei Franzosen (die zwar viel plaudern, ich aber nichts verstehe - das wird sich wohl nicht mehr ändern), ein amerikanisches älteres Päärchen, welches in Luzern war, jetzt von Wien zurück in die Schweiz fährt und unbedingt nochmal nach Luzern will, weils so schön war - wer kanns ihnen verübeln.
In Innsbruck angekommen wünscht ein lieber Freund ein Foto von der Sprungschanze - wird natürlich geliefert.
Claudia hatte sie schon auf der Hinfarhrt entdeckt, aber nur ganz kurz und jetzt war ich erstens auf der richtigen Seite und zweitens schnell genug für ein Foto. Ich finde es immer noch erstaunlich, wie nah die Schanze an der Stadt gebaut wurde.
Die Rückfahrt verzögert sich dann vor Buchs SG um 10 Minuten und so kommen wir dann schlussendlich auch in Zürich verspätet an. Einmal mehr bin ich froh, dass ich die Anschlussverbindungen nicht zu knapp berechne.
Wir haben noch Zeit, ein wenig letzten Proviant zu kaufen und da steht Claudias Zug nach Luzern bereits bereit und ich bringe sie zum Perron. Wir hatten wirklich eine mega tolle Zeit und wenn jetzt noch die letzte kurze Etappe klappt, bin ich einfach happy, dass alles so reibungslos über die Bühne gegangen ist. Wie schon erwähnt bin ich immer etwas nervös wenn ich nicht nur für mich die Reise organisiere.
Ich selber habe dann noch eine kleine Odysee vor mir - das wusste ich aber auch schon vorher.
Zwischen Brugg und Basel verkehren in der Nacht keine Züge sodass ich nur von Zürich HB bis Brugg einen Zug habe. in Brugg heisst es dann: Gas geben, Ersatzbus suchen und einsteigen. Auch das klappt und dann düdeln wir noch eine Stunde im Bus. Da es dunkel ist, sieht man nicht wirklich wo man gerade steckt. Von Brugg über den Bötzberg, Herznach, Hornussen und dann der erste Stop in Frick. Danach noch der Bahnhof Stein-Säckingen sowie Möhlin und schon fahren wir im Bahnof Rheinfelden ein.
Jetzt noch das kurze Stück ins Städtli zu Fuss und dann bin ich kurz nach Mitternacht auch daheim.
Ich wollte ja zuerst alleine nach Wien fahren, einfach um an meinem Geburtstag nicht zu Hause zu sein.
Als dann Claudia sagt, sie habe auch in dieser Woche Ferien und ob es ok ist, wenn sie mitkommt, war ich vom ersten Moment an begeistert.
Dass wir jetzt eine so tolle Zeit hatten, ist unwahrscheinlich schön und ich habe jede Minute genossen.
So freue ich mich heute schon darauf, dass wir im Juni gemeinsam für zwei Wochen nach Schweden aufbrechen.
Danke fürs mitlesen und bis bald
Karin